Jetzt registrieren! Ich, Zukunft und Robotik

Erster Teil der BMBF Forschungstour „Miteinander durch Innovation“ - Online-Veranstaltung am 20. Oktober

Jetzt anmelden! Ich, Zukunft und Robotik.©BMBF

Moderation: Sven Oswald (freier Journalist)
Begleitet durch Karl Olsberg (Autor) und Carsten Mell (Illustrator)
Hashtag: #MiteinanderDurchInnovation #IchZukunftUnd #Robotik

Veranstaltungsinhalte
Die Servicerobotik kann unser Leben in vielen Bereichen erleichtern, wenn sie ihr großes Potenzial im Zusammenspiel mit den Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der KI entfaltet. Technologische Durchbrüche in Bereichen wie Sensorik und Aktorik zum Erzeugen von Bewegungen sowie deren Miniaturisierung ermöglichen die Entwicklung von kollaborativen Roboterarmen oder Leichtbaurobotern mit neuen Funktionen, die uns im Alltag unterstützen. Dies betrifft alle Bereiche, ob privat oder beruflich. Eine Verbesserung der Lebensqualität durch den Einsatz robotischer Systeme gelingt aber nur dann, wenn Technik die Anforderungen des Anwendungsfeldes und spezifischen Bedarfe Einzelner berücksichtigt. Und nur wenn die Anwendung als sicher, hilfreich und vertrauenswürdig eingestuft wird, kann sie akzeptiert werden und findet Einsatz in unserem Alltag. Mit Innovationen aus der Forschung können künftig mehr Menschen das Potenzial der Robotik für eine verbesserte Gesundheit und mehr Lebensqualität in lebenswerten Räumen nutzen. Wie ist der aktuelle Entwicklungsstand? Wie können robotische Systeme künftig das soziale Gefüge und unsere Lebensräume verändern und wie tragen sie konkret zu mehr Lebensqualität bei? Dies stellen Akteure aus Forschung, Industrie und Politik aus verschiedenen interdisziplinären Perspektiven anschaulich vor und diskutieren in interaktiven Breakout-Sessions über Visionen und Grenzen der Servicerobotik.

Programm

8:30 – 9:00 Uhr Virtuelles Eintreffen
9:00 Uhr

Begrüßung

Prof. Dr. Veronika von Messling, Leiterin der Abteilung 6 „Lebenswissenschaften“, Bundesministerium für Bildung und Forschung

9:15 Uhr

Keynote „Ich, Zukunft und Robotik“

Eileen Roesler, Technische Universität Berlin

9:50 – 10:00 Uhr Pause
10:00 – 10:45 Uhr Parallele Breakout-Sessions
- Assistenzrobotik in der Intensiv- und Assistenzpflege – in Zukunft mehr Autonomie und Lebensqualität für Patientinnen und Patienten?
- Robot Companions für zu Hause – bereit für den 24/7-Alltagseinsatz?
- Interaktion, Lernen, Sicherheit - Kernfähigkeiten intelligenter Roboter
- Robotische Systeme in der Pflege - Wer behält das Sagen?
- Roboter im Pflegekontext: Einführung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft?

Assistenzrobotik in der Intensiv- und Assistenzpflege – in Zukunft mehr Autonomie und Lebensqualität für Patientinnen und Patienten?
Leitung: Marius Greuèl, Pflegewerk Berlin GmbH?
Autonome robotische Systeme werden in der Pflege bereits heute an einigen Stellen eingesetzt – ihre Bedeutung wird noch zunehmen. Denn demografischer Wandel und Fachkräftemangel erfordern neue Strategien für die Zukunft der Pflege. Für mehr Lebensqualität von pflegebedürftigen Menschen sorgen die Beibehaltung von Selbstbestimmung und größtmöglicher Autonomie. Wie kann in Zukunft bei hohen intensivpflegespezifischen Anforderungen und den geltenden informations- und kommunikationstechnischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen eine bedarfsgerechte und individuelle Versorgung durch robotische Unterstützung Erfolg haben?

Robot Companions für zu Hause – bereit für den 24/7-Alltagseinsatz?
Leitung: Prof. Dr. Horst-Michael Groß, Technische Universität Ilmenau?
Basierend auf Erkenntnissen aus Forschungsprojekten (u.a. Projekt Morphia 2020-23) zu interaktiven, mobilen häuslichen Assistenzrobotern werden technische und gesellschaftliche Hürden und Herausforderungen für die Installation, den Dauerbetrieb und die Nutzung von mobilen Assistenzrobotern identifiziert und reflektiert und Impulse für die Forschung abgeleitet.

Interaktion, Lernen, Sicherheit - Kernfähigkeiten intelligenter Roboter?
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin, Technische Universität München?
Intelligente Maschinen müssen in der Lage sein, sicher mit den Menschen zu interagieren und zu lernen, wenn sie uns künftig zuverlässig in Alltag und Beruf unterstützen sollen. Die Session diskutiert, wie die Zusammenarbeit von Menschen und intelligenten Robotern grundlegend und domänenübergreifend gelingen kann. Welche Kernkompetenzen müssen entwickelt werden, um so zentrale Bereiche wie Gesundheit, Arbeit, Umwelt und Logistik abzudecken?

Robotische Systeme in der Pflege: Wer behält das Sagen?
Leitung: Prof. Dr. phil. Manfred Hülsken-Giesler, Universität Osnabrück
Die Session thematisiert Fragen der Mensch-Technik-Interaktion am Beispiel von Robotik in der Pflege und bringt dazu Aspekte der Gestaltung von Robotik mit ethischen Fragen der Entscheidungshoheit in der Pflege ins Gespräch.

Roboter im Pflegekontext: Einführung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft?
Leitung: Prof. Dr. Linda Onnasch, Humboldt-Universität zu Berlin | Rebecca Dahms, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Roboter werden zukünftig in Pflegeheimen für verschiedenste Betreuungsaufgaben eingesetzt. Für eine Interaktion mit Gepflegten ist ihr Einverständnis in die Verarbeitung personenbezogener Daten sowie eine grundsätzliche Akzeptanz der Technologie notwendig. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, müssen entsprechende Aufgaben weiterhin von Pflegekräften übernommen werden. Welche Konsequenzen hat diese Aufteilung? Werden Gepflegte durch eine Ablehnung benachteiligt und weniger in Aktivitäten einbezogen oder führt eine Ablehnung des Roboters zu einer erlebten Bevorzugung da andere mit lebloser Technik interagieren während man selbst nur mit Menschen zu tun hat? Was bedeutet so etwas für das Erleben als Gemeinschaft, die Zufriedenheit der Bewohner*innen oder auch die Akzeptanzentwicklung in Bezug auf Roboter?

10:45 – 11:00 Uhr Pause
11:00 – 12:00 Uhr

AUF EIN WORT

Podiumsdiskussion zu den Ergebnissen der Breakout-Sessions und Visionen zur Zukunft der Robotik, Moderation: Sven Oswald

Marius Greuèl, Pflegewerk Berlin GmbH
Prof. Dr. Horst-Michael Groß, Technische Universität Ilmenau
Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin, Technische Universität München
Prof. Dr. phil. Manfred Hülsken-Giesler, Universität Osnabrück
Prof. Dr. Linda Onnasch, Humboldt-Universität zu Berlin

12:00 – 12:15 Uhr Pause
12:20 – 12:50 Uhr Flashback
Persönliches Resümee von Karl Olsberg (Autor) und Carsten Mell (Illustrator)
12:50 – 13:00 Uhr Abschluss
Katrin Nostadt, Referat 616 „Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Weitere Stopps der BMBF-Forschungstour:
Teil 2: 3. November 2021: Ich, Zukunft und Integrierte Forschung
Teil 3: 30. November 2021: Ich, Zukunft und digitale Souveränität