„Ageing and technologies. Creating a vision of care in times of digitization“

Neue länderübergreifende Publikation zu Technologien in der Pflege ("Pflegetechnologien")

© Joint Programming Initiative (JPI) „More Years, Better Lives”

Mit dem Ziel, eine Vision von guter Pflege im Zeitalter der Digitalisierung zu formulieren und zu untersuchen, welchen Beitrag neue und aufkommende Technologien zu einem guten Leben im Alter leisten können, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Ländern unter Leitung von Prof. Dr. Anne Meißner (Universität Hildesheim) bewertet, inwiefern bereits in Anwendung befindliche Technologien die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen. Das Ergebnis soll als Basis für die Entwicklung von Richtlinien, die Zuweisung von Ressourcen und die weitere Forschung in diesem Bereich dienen.

Um das Potenzial von Technologien für eine gute Pflege stärker als bislang heben zu können, wurden folgende Handlungsbedarfe herausgearbeitet:

  • Die mögliche Rolle moderner Technik zur Sicherstellung guter Pflege sollte primärer Ansatzpunkt für deren Entwicklung, Implementierung und Evaluation sein.
  • Strategien zur Einführung und Umsetzung von Technologien in der Gesundheits- und Sozialfürsorge sind mit nationalen Schlüsselstrategien zu verzahnen.
  • Die Entwicklung digitaler Kompetenzen ist systematisch in die Aus-/Fort-/Weiterbildung bzw. das Studium von Pflegenden zu integrieren.
  • Eine Strategie, die eine unabhängige und unparteiische Bewertung verfügbarer Technologien, ihrer Kosten und deren Nutzen vornimmt, ist erforderlich.
  • Dabei ist ein breiteres Spektrum gesellschaftlicher Akteure einzubeziehen.

Die Publikation ist im Zuge eines Expertenprozesses der JPI „More Years, Better Lives“ durch die Förderung des BMBF im Rahmen der Forschungsförderung „Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“ entstanden. An den Workshops beteiligten sich sowohl internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch Stakeholder und Vertreterinnen und Vertreter der Pflege. Eine Kurz- und Langfassung der Publikation finden Sie hier.

Erscheinungsjahr: 2021